Für gute Arbeit.

Christin Siebel stehend
Bild: Pascal Skwara

Mit fairen Löhnen und zukunftsorientierter Arbeit, sorgen wir für gute Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region. Durch Investitionen in unsere beiden Städte entstehen hier die Arbeitsplätze von Morgen. Damit wird der Kohlenpott zur Zukunftsregion. Mit dem Ausbau des Sozialen Arbeitsmarktes bekämpfen wir Arbeitslosigkeit und schaffen Perspektiven.

 

30 Milliarden Euro Transformationsfonds für NRW

Ich will Wohlstand für Gladbeck und Gelsenkirchen. Dafür brauchen wir gut bezahlte Arbeitsplätze. Mit dem Transformationsfonds in Höhe von 30 Milliarden Euro für NRW wollen wir als SPD zukunftsweisende Unternehmen unterstützen und unseren Wirtschaftsstandort dauerhaft sichern.

Darum setze ich mich dafür ein, Investitionsmittel in unsere Städte zu holen. Unternehmen der Automobil- und Grundstoffindustrie, die ihre Produkte auf Elektromobilität oder auf Wasserstofftechnologie umstellen wollen, sowie Unternehmen mit zirkulären Wertschöpfungskonzepten, d.h. Ressourcen sparenden Produkten, können somit dauerhaft gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Gleichzeitig können wir so Klimaschutz und Beschäftigung miteinander verbinden.

Der Klimahafen Gelsenkirchen bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Mit seinen Partnern, wie z.B. BP, Arcelor Mittal, Thyssen Krupp, ZINQ oder ELE soll hier die einzigartige Lage des Stadthafens als Knotenpunkt für die Transformation der Wirtschaft in die Klimaneutralität genutzt werden. Die Beteiligten Unternehmen und Partner bauen ein ganzes Gewerbegebiet klimagerecht um und führen den industriellen Mittelstand in die Wasserstoffwirtschaft. Gemeinsam soll die Klimaneutralität so schnell wie möglich erreicht werden.

Wir haben in Gelsenkirchen und Gladbeck lange genug mit den Herausforderungen des Strukturwandels gekämpft – packen wir es an und schaffen gemeinsam Wohlstand und Klimaschutz.

 

Gute Ausbildung braucht eine Garantie

Die Situation für die Auszubildenden in NRW ist in einem besorgniserregenden Zustand. Die Ausstattung von Berufsschulen ist vernachlässigt worden und es fehlt an Ausbildungsplätzen, obwohl wir die Fachkräfte von morgen so dringend brauchen. Schlüssel zum Erfolg ist nicht ausschließlich die Verbesserung der Bedingungen an Berufsschulen, sondern wir müssen die Ausbildung auch in den Betrieben wieder attraktiv machen – durch Respekt und Wertschätzung für diese wichtige Arbeit und gute Ausbildungsbedingungen.

Das Duale Ausbildungssystem ist in seiner sozialpartnerschaftlichen Struktur ein Schatz den wir in Deutschland haben. Gute Bildung, die die Fachkräfte von Morgen ausbildet ist nicht nur Theorie an der Uni oder in der Berufsschule, sondern auch Praxis im Betrieb. Wir müssen die Ausbildung wieder attraktiv machen und das geht nur mit Wertschätzung und guten Ausbildungsbedingungen. Das bedeutet für unsere Region also: Ausbildung besser und mehr!

Wir müssen die Ausbildung aufwerten und das Image verbessern, damit junge Menschen mit der Ausbildung wieder eine echte Zukunftsperspektive haben und für unsere Gesellschaft eine Perspektive sein können. Damit junge Menschen wissen, dass sie mit der Ausbildung eine Zukunft haben, müssen wir dafür sorgen, dass es mehr Ausbildungsplätze gibt, die Mobilität attraktiver wird mit dem Azubi Ticket und Wohnraum in Azubi-Wohnheimen zur Verfügung steht.

Nur noch 20 % der Betriebe bilden aus. Dabei nutzen 100 % der Wirtschaft die Fachkräfte. Das wird nicht auf Dauer funktionieren. Ob Klimawandel oder Digitalisierung, die Zukunft wird von Fachkräften gemacht. Alle reden darüber aber die Kabel für die Digitalisierung verlegt nur die ausgebildete Elektrikerin und die Solarzelle auf dem Dach wird vom Handwerker angebracht. Ich habe selbst eine Ausbildung gemacht und weiß, was das bedeutet. Als Sozialdemokratin stehe ich deshalb hinter dem Prinzip: Kein Abschluss ohne Anschluss. Es muss in Zukunft auch im Dualen Ausbildungssystem gelten. Deshalb ist eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie, wie sie die NRW SPD in ihrem Wahlprogramm fordert, unumgänglich!

Für junge Menschen in unserer Region fordere ich eine Ausbildungsplatzgarantie. Wir brauchen dringend Facharbeiter:innen. Durch eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie erhalten Unternehmen finanzielle Entlastung und schaffen so attraktive Ausbildungsplätze in Wohnortnähe. Nur 20% aller Betriebe in Deutschland bilden aus, aber 100% brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter:innen. Die Ausbildung beginnt auch ohne Ausbildungsplatz im Betrieb, mit dem schulischen Angebot. Die Kosten dafür übernehmen durch eine Umlage die Unternehmen die keine Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. So entlasten wir die Betriebe die ausbilden und schaffen zeitgleich Anreize weitere attraktive Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Ausbildung muss in unserer Region wieder eine erfolgsversprechende Perspektive sein. Wir brauchen daher dringend modernisierte Berufskollegs als Lernort für alle. Dafür setze ich mich gemeinsam mit der DGB-Jugend ein!

Wir brauchen bezahlbare Energie für die Haushalte und unsere Unternehmen

Energie muss für jede:n bezahlbar sein. Das gelingt nur, wenn wir in Zukunft mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produzieren. Damit wir unabhängig von Russland sind, brauchen wir eine bessere Grundversorgung. Das schulden wir den Bürger:innen und Unternehmen in NRW.

Im Jahr 2021 sind die Strom- und Gas-Börsenpreise um mehr als 300% gestiegen. Diese Entwicklung macht sich auch für die Endkunden, Haushalte und Unternehmen, bemerkbar. Die Gründe dafür sind hohe Kosten beim Import von Gas aus Russland, die Nichtinbetriebnahme von Nord-Stream 2, Abschaltung der Kernkraftwerke und eine generelle Unsicherheit über die Zukunft.

Der Stromhunger wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich steigen. Allein die Chemieindustrie wird 2050 so viel Strom verbrauchen wie ganz Deutschland heute. Deswegen setze ich mich für eine Solardachpflicht für Neu- und Umbauten von Gewerbeimmobilien, die Abschaffung pauschaler Mindestabstände für die Windenergie und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren (6 Monate anstatt 6 Jahre) ein. Wir müssen effiziente und nachhaltige Wege zur Energieproduktion finden, nur mir Zukunftsenergien stabilisieren wir unsere Wirtschaft.

Ich möchte, dass am Gewinn der EEG-Anlagen auch die Bürger:innen beteiligt werden. Das gelingt über Bürgerenergie-Gesellschaften, die selbst EEG-Anlagen betreiben. Wir brauchen daher keine pauschale EEG-Umlage, sondern eine lokale und nachhaltige Energieerzeugung, an der die Bürger:innen beteiligt sind und Mitsprache haben. So gewinnen wir gemeinsam.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird auch Arbeitsplätze mit sich bringen. Diese möchte ich mit unserer Infrastruktur und unserem Know-How im Ruhrgebiet ansiedeln. Das Ruhrgebiet stand früher für Energie durch Kohle, jetzt werden wir für Energie durch Wind, Sonne und Wasserstoff stehen!

 

A13 muss für alle gelten

Niemand zweifelt daran, dass die Belastung für alle Lehrkräfte die gleiche ist. Ob an einer Grundschule in Gladbeck oder einem Gymnasium in Gelsenkirchen, ob an einer Realschule in Gelsenkirchen oder einer Gesamtschule in Gladbeck – alle Lehrer:innen geben ihr Bestes, bis an ihre Belastungsgrenze, damit unsere Kinder die bestmögliche Bildung erhalten. Das eint sie alle. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar, gerade in den letzten 2,5 Jahren Pandemie.

Was sie jedoch nicht eint, ist ihre Bezahlung. Denn hier klafft eine gewaltige Lücke. Zum Vergleich: Eine Grundschullehrerin verdient zum Berufseinstieg rund 640 Euro weniger als ihre Kollegin am Gymnasium. Und nicht nur zwischen Beamt:innen verschiedener Schulformen ist der Unterschied enorm. Auch zwischen der Bezahlung von angestellten und verbeamteten Lehrkräften an ein und derselben Schule gibt es erhebliche Unterschiede. Das ist nicht gerecht und darum unterstütze ich die Forderung der Gewerkschaften und setze mich für A13 für alle Lehrkräfte ein. Gleiche Leistung verdient die gleiche Bezahlung.

Das sind wir als Gesellschaft nicht nur den Lehrer:innen schuldig, sondern auch unseren Kindern. Für die beste Bildung unserer Kinder benötigen wir nicht nur gut ausgebildetes, sondern auch deutlich mehr Personal. Schon heute sind ca. 4.000 Lehrer:innenstellen in NRW unbesetzt. Bis zum Jahr 2025 könnten mehr als 25.000 Lehrer:innen allein für unsere Grundschulen im ganzen Bundesland fehlen. Um noch größere Klassen und noch mehr Unterrichtsausfall zu verhindern, benötigen wir in NRW dringend einen Kurswechsel mit guter und gleicher Bezahlung für alle Lehrämter sowie attraktiven Angeboten und Qualifizierungen für Quereinsteiger:innen. Ich setze mich daher für eine Personaloffensive ein, mit der wir mehr Lehrkräfte für unsere Schulen und Kinder gewinnen können.

 

NRW soll Vorreiter in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden

Ein Großteil der Frauen geht für die Familienplanung in Teilzeit arbeiten. Mit dem Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit ist ein wichtiger Grundstein gelegt, um Frauen im Arbeitsmarkt zu stärken. Wir brauchen in NRW ein Programm, das die Umwandlung von Teilzeit- in Vollzeitjobs noch schneller vorantreibt.

Wir müssen Unternehmen dabei unterstützen und Anreize setzen, das Rückkehrrecht schneller und häufiger umzusetzen, damit Eltern nicht auf dem „Wartegleis Teilzeit“ stehen bleiben.
 Unterstützend dazu braucht es ein Modellprojekt, über das Familien und Alleinerziehende haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Vollzeit arbeiten heißt auch, dass die Doppelbelastung bei der Care Arbeit steigt. Familien und Alleinerziehende benötigen daher unbürokratische und einfache Unterstützungsangebote.

Mit diesen Forderungen werden Familien und Alleinerziehende wirksam entlastet, Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterstützt und Kinderarmut verhindert.

 

Social Enterpreneurship fördern und unsere Wirtschaft von Morgen gestalten

Ich möchte unsere Wirtschaft und Gesellschaft von morgen gestalten. Die vergangenen und leider noch andauernden Krisen führen uns einmal mehr vor Augen, wie wichtig der soziale Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist. Gerade dann, wenn alles nicht mehr so ruhig und normal läuft, wie wir es gewohnt sind, haben wir das Gefühl, dass das soziale Gefüge ins Wanken gerät, dass die Wirtschaft nicht immer für alle in gleichem Maße gerecht läuft, dass es den Wohlhabenden noch besser geht und diejenigen, die sowieso schon nicht viel haben, noch mehr unter Druck geraten.

Unternehmer:innen tragen auch eine soziale Verantwortung und daher muss sich Wirtschaft immer an den Menschen orientieren. Ich möchte daher insbesondere solche Unternehmen und Geschäftsmodelle fördern, die sich für die Gesellschaft einsetzen. Ob Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel oder demografischer Wandel – meistern können wir die Herausforderungen nur gemeinsam und mit vielen Ideen und starker Unterstützung. Darum möchte ich Zukunftsinnovationen von sozialem Unternehmertum – Social Entrepreneurship – besonders fördern.

Equal Pay – heute und nicht erst morgen

Eine Woche ist der Equal Pay Day nun vorbei, doch die Forderungen sind jeden Tag aktuell. Gleiche Arbeit und gleicher Lohn, das muss endlich auch im öffentlichen Dienst Realität werden.

In NRW ist die Landesregierung zusammen mit den Kommunen einer der größten Arbeitgeber im ganzen Bundesland. Dort hat die Landesregierung direkten Einfluss auf die Beschäftigungsbedingungen. Wir dürfen nicht nur von privatwirtschaftlichen Unternehmen fordern die Bedingungen zu verbessern, sondern müssen als Arbeitgeber für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit gutem Beispiel voran gehen.

Im öffentlichen Dienst ist noch viel Potential zur Förderung von Aufstiegschancen von Frauen, denn überdurchschnittlich häufig sind die Führungspositionen nicht paritätisch besetzt. Wir brauchen daher angepasste Beförderungsrichtlinien, die die Aufstiegschancen von Frauen im öffentlichen Dienst verbessern. Das geht konkret mit mehr Transparenz von Entgeltregelungen im öffentlichen Dienst und einem Entgeltgleichheitsgesetz, das Lohnunterschiede bei Angestellten in den Behörden findet und automatisch anpasst, ohne dass diese das einfordern müssen. Dafür setze ich mich ein.

 

Wir stärken den sozialen und den inklusiven Arbeitsmarkt

Ich will die Teilhabechancen von Arbeitslosen in Gladbeck und Gelsenkirchen auf dem allgemeinen und dem sozialen Arbeitsmarkt stärken. Durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen wieder angestiegen. Umso wichtiger ist es jetzt, den Sozialen Arbeitsmarkt zu verstetigen. Deshalb fordern wir die Entfristung der Instrumente im SGB II und des Passiv-Aktiv-Transfers (PAT).

Ich setze mich dafür ein, dass Menschen in unseren Städten, die Unterstützung aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten, Arbeit finden und auch langfristig behalten. Dafür ist Qualifizierung der Schlüssel. Deshalb kämpfe ich für diejenigen, die keinen Abschluss haben. Dabei soll die Priorität auf der (Weiter-)Qualifizierung vor Vermittlung in Arbeit liegen.

Mit der NRW SPD stehe ich für ein zusätzliches Landesprogramm in Höhe von acht Millionen Euro zur Stärkung des Sozialen Arbeitsmarktes. Das soll besonders in die Städte, die stark vom Strukturwandel und hoher Arbeitslosigkeit betroffenen sind fließen. Gemeinsam werden wir den inklusiven Arbeitsmarkt mit eigenen landesweiten Programmen unterstützen und ausbauen. Dazu gehört insbesondere die vermehrte Vergabe an inklusive Unternehmen.

 

Es gibt ein Recht auf schnelles Internet

Wir müssen NRW lückenlos zukunftsfest machen bei der Versorgung mit 5G und Glasfaser basierten Gigabitanschlüssen.

Es ist 2022, wir alle haben ein Smartphone, häufig ein Smart TV, ein Tablet und meist auch mindestens einen Laptop oder PC im Haushalt. Wir alle kommunizieren mit unseren Freund:innen und der Familie über WhatsApp, Signal, Threema oder andere Messenger Diensten. Wir sind immer online, doch manchmal hakt es bei der Verbindung.

In der Schule, in der KiTa oder im Jugendzentrum: Für die beste Bildung unserer Kinder brauchen wir das schnellste Internet. Nicht zuletzt während der Pandemie haben wir gesehen, dass Schulen, Kitas und unsere Haushalte gutes, verlässliches und schnelles Internet brauchen. Das ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für Arbeitnehmer:innen, Unternehmen, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.

2026 werden alle Schulbücher digital sein. Das beste Internet ist eine Grundvoraussetzung, damit unsere Wirtschaft und unsere Schulen auch in Zukunft funktionieren. Für die beste Bildung unserer Kinder brauchen wir das schnellste Internet.

Politik muss die Zukunft der folgenden Generationen sichern. Dazu gehört es in den Betrieben die Arbeitsplätze und in der Bildung die besten Köpfe durch gute Digitale Infrastruktur zu sichern. Ich will, dass alle Schulen und Gewerbegebiete an das Glasfasernetz angeschlossen sind. Dabei sind wir auf einem guten Weg. Wir müssen alle weißen Flecken abdecken und jedem Menschen den schnellen Zugang zum Internet ermöglichen.

Ich setze mich für einen Digitalplan 2030 ein, damit lückenlos alle Haushalte und Unternehmen an das 5G-Netz und an Glasfaser angeschlossen werden.